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Die Parkhausschranke wird zum IoT-Device

12.03.2020

Parkmotive entwickelt neue Softwaresysteme zur Digitalisierung von Parkhäusern und nutzt dazu Datafox-Hardware.

Wie wäre eine Welt, in der ein Autofahrer nicht nach einem Parkplatz oder nach Bargeld für sein Parkticket suchen muss? Kein langes Warten vor dem Ticketautomaten, keine hohen Kosten für ein verlorenes Ticket. Konsumenten sind es heute gewohnt fast alles online zu kaufen – Hotelzimmer, Konzerttickets und vieles mehr wird im Internet gekauft und auch bezahlt. Warum nicht auch das Parkticket? Die Ticketvorbestellung ermöglicht einen Zugang zum Parkhaus, der nicht einfacher sein könnte. Der Nutzer kann sich auf das Wesentliche, nämlich das bevorstehende Meeting, das Konzert oder einen einfachen Einkaufsbummel, konzentrieren.

Die Parkhausschranke wird zum loT-Device

 
Die Realität sieht heute jedoch anders aus. Oft mangelt es in Parkhäusern an Kundenkomfort und digitalisierten Angeboten. Die generelle Parkplatzsuche dauert lange und wird mangels Transparenz als überteuert wahrgenommen.

Neue Möglichkeiten mit dem digitalen Parkmanagementsystem von Parkmotive

Die von Parkmotive entwickelte Plattform ist die einzige Lösung, die Parkhausbetreiber sofort nutzen können, um Parkplatz-Angebote in einem Parkhaus digital zu vermarkten. Auch zusätzliche Dienstleistungen wie Innenreinigung, Reifenwechsel, Lieferservice, oder andere werden immer mehr mit dem Parkvorgang verbunden und können über die Plattform mit angeboten werden.

Endkunden können bereits, über die in den AppStores verfügbare App „trive.park“ eingestellten Park-Angebote und Dienstleistungen, in 11 Parkhäusern in Deutschland buchen und über Apple Pay, Google Pay oder Kreditkarte bezahlen.

„Besonders wichtig ist uns, dass die online gebuchten und bezahlten Parktickets in der App direkt im Parkhaus nutzbar sind. Dafür wird die Schranke durch entsprechende Hardware zur smarten Schranke, die über die App geöffnet werden kann. Wir sind froh, mit Datafox einen Partner zu haben, der bestehende Hard- und Softwarekomponenten für uns weiterentwickelt, um die Schrankenanlagen in Parkhäusern direkt aus der App heraus per Bluetooth zu öffnen“, betont Alexander Süssemilch, Geschäftsführer der Parkmotive GmbH.

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Features im Überblick

  • Nachrichtenaustausch zwischen Parkmotive-Backend und Datafox-Hardware über https
  • Kommunikation zwischen Datafox-Hardware und Smartphones über Bluetooth-Low-Energy
  • Gerichteter “Bluetooth-Beam” zur Indoor-Positionierung vor der Schranke
  • Logging und Remote Debugging der Kommunikation zwischen Backend, Hardware und Smartphone
  • Offline-Fähigkeit des Systems
  • Anschluss von vorhanden Bodensensoren der Schrankenanlagen
  • Möglichkeit weitere Sensoren anzuschließen

Die Besonderheiten des Hard- und Softwaresystems
Für die Schrankenöffnung über Bluetooth, wurde ein neues Zusatzmodul für die Datafox-KYO Inloc, als speziell auf Parkhausschranken zugeschnittene Hardware-Komponente entwickelt. Somit ist es möglich, die notwendigen Antennen Charakteristiken der Bluetooth-Sende- und Empfangseinheit herzustellen und die Kommunikation robust zu gestalten.

Besonders komfortabel ist die Neuentwicklung auch für den Verbau und den Betrieb der Hardware. Die Spannungsversorgung kann direkt über die Schrankenanlage hergestellt werden. Gleichzeitig sorgen unterschiedliche Connectivity-Module für die passende Option der Datenanbindung an das Backend via LAN, Mobilfunk oder WLAN. Außerdem ist das an der Schrankenanlage außenliegende Zusatzmodul für die Fahrzeugortung wasserdicht und aufgrund des verwendeten Material-Mix aus Glas und Aluminium besonders langlebig und widerstandsfähig.

In der Kooperation zwischen Datafox und Parkmotive konnte zusätzlich das Parkmotive-Backend softwareseitig angebunden werden, um die bestehenden Datenbanken und Business-Logiken zu nutzen. Über das zugehörige Online-Dashboard lässt sich die installierte Hardware überwachen und verwalten. Gleichzeitig werden dort alle Use-Case-relevanten, erzeugten Daten visualisiert. Das implementierte Rollenmanagement realisiert die Zugriffsrechte auf Funktionen und Datenvielfalt. Somit lässt sich für die Betreiber alles Wichtige über ein einziges Zugangsportal steuern.

Datafox EVO Conera

 

Ausblick:
Mit dem erprobten System konnten bereits in Pilotprojekten unterschiedlichste weitere Use Cases dargestellt werden. Dazu zählt u. a. die Anbindung der Daten-, Bezahl- und Schrankenöffnungs-Schnittstellen an Vorserienfahrzeuge der großen KfZ-Hersteller. Durch diese Integration wird der Dienst zum Öffnen der Schranke auch im Fahrzeug verfügbar gemacht. Außerdem konnte der Bezahlstrom exemplarisch über die Kryptowährung IOTA dargestellt werden, womit sich perspektivisch Transaktionskosten senken lassen. Mittelfristig lässt sich das System ebenfalls für weitere Adaptionen auf andere Anwendungsfälle nutzen, wie beispielsweise klassische Zugangssysteme von Gebäuden

  • alles gesteuert über ein zentrales und cloudbasiertes Softwaresystem.

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